Ich finde, das ist eine gute Frage, deren Antwort mir nicht immer leicht fällt. Ich stelle mich aber auch bewusst mit diesem Beitrag dieser Frage. Wenn ich nämlich keine Antwort darauf finde, dann steht damit mein ganzes Christ-sein auf dem Spiel. Und das kann durchaus passieren. Zunächst einmal gibt es viele Hindernisse, die meiner Hoffnung entgegenstehen: Eine politische Großwetterlage, in der sich nur wenig zu bewegen scheint, aber alle Recht haben. Eine Friedenspolitik, die offenbar nicht ohne Gewalt auskommt. Verantwortliche in Wirtschaft und Finanzwelt, die scheinbar nichts aus der Krise gelernt haben. Würdenträger der Kirche, deren Haltungen wenig überzeugen. Kirchen, die Angst vor einem Imageverlust haben. Viele Menschen, die sich gerade auch hier in Kehl nicht für Kirche interessieren. Oder Menschen, die nicht mit anderen, sondern über diese reden. Oder eigentlich sympathische Menschen, die aber nicht miteinander klarkommen. Oder ich selber, weil ich mutlos werde. Das alles macht die Hoffnung nicht leicht!
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Günter Ihle, Dekan (Kehl) 15.06.10
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